Die Ordivis Platform läuft auf Ihren Servern. Ihre Fachdaten — Vorgänge, Konfigurationselemente, Benutzerkonten — bleiben dort und werden von uns nicht verarbeitet. An genau drei Stellen entsteht dennoch eine Verarbeitung durch die Grams IT. Diese Seite benennt sie vollständig, auch dort, wo die Antwort unbequem ist.
a) Online-Aktivierung der Lizenz. Ihre Anlage meldet sich regelmäßig bei unserem Aktivierungsdienst. Übertragen werden Lizenznummer, ein Fingerabdruck der Installation, die eingesetzte Produktfassung, die in der Lizenz hinterlegte technische Anschrift und die Absender-IP. Zweck sind die Prüfung der Lizenz und die Pflicht, Sie bei einer ausgenutzten Schwachstelle unterrichten zu können (Artikel 14 der Cyberresilienz-Verordnung). Personenbezug entsteht dabei allenfalls über die technische Anschrift.
b) Zustellung von Push-Benachrichtigungen an die Android-App. Wenn Sie die App einsetzen, läuft die Zustellung über unseren Push-Vermittler und von dort über Firebase Cloud Messaging von Google. Übertragen werden der Zustell-Token des Geräts, Titel und Kurztext der Meldung sowie das Sprungziel in der App. Die Sachdaten des Vorgangs reisen nicht mit — die App holt sie nach dem Antippen über Ihre eigene Schnittstelle.
c) Support. Was Sie uns zur Fehlersuche schicken — Protokolle, Auszüge, Bildschirmfotos — verarbeiten wir für die Dauer der Bearbeitung. Was darin steht, entscheiden Sie.
Diese Lage ist nicht neu und keine Folge des Vermittlers. Die Android-App gehört zu einem einzigen Firebase-Projekt, und dieses Projekt gehört der Grams IT. Ein Gerätetoken gilt nur darin. Ein Kunde kann gegenüber Google deshalb gar nicht selbst Verantwortlicher für die Zustellung sein — das war schon so, als jeder Server noch selbst an Google sendete.
Der Vermittler ändert daran eines zum Besseren: Der Zugangsschlüssel zu diesem Firebase-Projekt liegt seither nur noch bei uns und nicht mehr auf jedem Kundenserver. Er ist ein Generalschlüssel für die Geräte aller Kunden und je Kunde nicht widerrufbar; ihn zu verteilen war der eigentliche Mangel.
| Unternehmen | Leistung | Daten | Ort der Verarbeitung |
|---|---|---|---|
| Hetzner Online GmbH, Gunzenhausen (Deutschland) | Betrieb der Server, auf denen Aktivierungsdienst und Push-Vermittler laufen | alle unter 1a und 1b genannten — ausschließlich in der Durchleitung und Speicherung | EU |
| Google Ireland Limited, Dublin (Irland) | Firebase Cloud Messaging: die eigentliche Zustellung an das Endgerät | Zustell-Token des Geräts, Titel und Kurztext der Meldung, Sprungziel | EU sowie Vereinigte Staaten (Konzernstruktur) |
Weitere Unterauftragsverarbeiter gibt es nicht. Setzen Sie die Android-App nicht ein, entfällt Google vollständig — dann bleibt allein der Aktivierungsdienst.
Aufgezeichnet werden ausschließlich Metadaten: Zeitpunkt, Lizenz, ein Streuwert (SHA-256) des Zustell-Tokens, die Art des Ereignisses, der Ausgang des Sendeversuchs und die Absender-IP. Titel und Text werden nicht gespeichert; die dafür nötige Spalte gibt es in der Datenbank nicht. Die Metadaten werden nach 90 Tagen gelöscht.
Der Zustell-Token selbst wird nie gespeichert, sondern nur sein Streuwert. Ein Auszug dieser Datenbank enthält damit nichts, womit sich an ein Gerät senden ließe.
Offen gesagt, was noch nicht gelöst ist: Titel und Kurztext laufen im Klartext durch den Vermittler. Dass wir sie nicht protokollieren, ist eine Zusage — keine technische Schranke. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gegen den Schlüssel des Geräts ist geplant; bis dahin gilt: Schreiben Sie in Betreffzeilen nichts, was niemand außer Ihnen lesen soll. Das ist ohnehin guter Rat, denn eine Benachrichtigung erscheint auf einem Sperrbildschirm.
Für die Anlage zu einem Vertrag nach Artikel 28 DSGVO gelten die folgenden Angaben. Sie beschreiben ausschließlich die oben genannten Verarbeitungen; für alles, was auf Ihren Servern geschieht, sind und bleiben Sie allein verantwortlich.
| Gegenstand | Lizenzprüfung und Zustellung von Benachrichtigungen an mobile Endgeräte |
|---|---|
| Dauer | Laufzeit des Softwarevertrags |
| Art und Zweck | Durchleiten und kurzzeitiges Vorhalten von Benachrichtigungen; Prüfung und Nachweis der Lizenz; Unterrichtung bei Schwachstellen |
| Art der Daten | Zustell-Token (als Streuwert), Titel und Kurztext einer Meldung, Sprungziel, Lizenznummer, Installations-Fingerabdruck, Produktfassung, technische Anschrift, IP-Adresse |
| Betroffene | Beschäftigte des Auftraggebers, die die Android-App einsetzen; die technische Ansprechperson der Lizenz |
| Löschung | Metadaten nach 90 Tagen; eine Nachricht wird nach Zustellung oder nach sechs erfolglosen Versuchen nicht weiter vorgehalten |
| Ort | EU; bei Google zusätzlich Drittland auf Grundlage der Standardvertragsklauseln |
| Unterauftragsverarbeiter | die unter 3 genannten |
Den vollständigen Vertragstext stellen wir auf Anfrage bereit: support@ordivis.eu. Änderungen an der Liste unter 3 kündigen wir vorab an dieser Stelle an.
Beides lässt sich abschalten, und beides kostet nur Bequemlichkeit, keine Funktion:
Ohne Push. Es geht keine Meldung verloren. Sie steht in der Anwendung, und die App zeigt sie beim nächsten Öffnen. Push ist die Benachrichtigung, nicht der Zustellweg.
Ohne Online-Aktivierung. Die Ordivis Platform läuft vollständig ohne Verbindung ins Internet. Dann entfällt allerdings auch Push — ohne Weg zu Google erreicht niemand ein Mobilgerät, mit oder ohne Vermittler.
Diese Angaben beziehen sich auf die Ordivis Platform in der jeweils ausgelieferten Fassung. Stand: 17. August 2026.