Grams IT · Die Ordivis Suite
Eine Verwaltung soll wissen, was in ihrem Haus läuft – ohne es einem Dritten anvertrauen zu müssen. Das ist der Zweck hinter jeder Anwendung, die wir bauen. Auf dieser Seite steht, was daraus folgt: acht Festlegungen, sechs Unterschiede zum Markt und die Stellen, an denen wir Ihnen nichts zusagen können.
Der Zweck
Eine Verwaltung weiß erstaunlich oft nicht, was sie besitzt, wer wofür zuständig ist und wann zuletzt jemand gestreut hat. Nicht aus Nachlässigkeit: Die Angaben liegen vor, nur in vierzehn Excel-Dateien, drei Ordnern und zwei Köpfen. Software, die das zusammenführt, gibt es – sie verlangt dafür aber meist dreierlei: dass die Daten das Haus verlassen, dass ein Preis mitwächst, den beim Kauf niemand vorhersehen kann, und dass die zweite Hälfte der Funktionen nachgekauft wird.
Ordivis ist der Versuch, dasselbe ohne diese drei Bedingungen zu bauen. Jede Anwendung läuft im eigenen Haus. Jede deckt ihre Aufgabe vollständig ab statt in Ausbaustufen. Und der Preis richtet sich nach der Zahl der Menschen, die damit arbeiten, nicht nach der Zahl der Dinge, die sie verwalten.
Dass dieselbe Firma ein ITSM-System und ein digitales Türschild und eine Postmappe baut, ist dabei weder Zufall noch Verzettelung: Das ist dieselbe Verwaltung – nur andere Zimmer.
Leitziele
Das Folgende sind keine Werte, die man an eine Wand hängt. Es sind acht Festlegungen, die wir gegen uns selbst anwenden – und zu jeder steht, woran Sie nachprüfen können, ob wir uns daran halten.
Was auf unseren Seiten in der Gegenwartsform steht, existiert im Produkt. Was geplant ist, steht in der Roadmap und ist als geplant gekennzeichnet. Den Reifegrad jedes Moduls veröffentlichen wir aus unserer Projektsteuerung – einschließlich der Module, die bei null Prozent stehen.
Prüfstein: die Modulreife und das Changelog mit Auslieferungsdatum.
Kein Konto bei einem Dritten, keine Übermittlung in ein Drittland, keine Telemetriepflicht. Die Aktivierung läuft über eine signierte Lizenzdatei und funktioniert in einem Netz ohne Internetzugang – das Einspielen von Aktualisierungen ebenso.
Prüfstein: unsere Unterauftragsverarbeiter und der Betrieb im abgeschotteten Netz.
Gezählt werden Administratoren und Service-Desk-Agenten. Ob Sie hundert oder hunderttausend Geräte führen, ändert am Preis nichts. Das nimmt der Konfigurationsdatenbank ihren teuersten Nebeneffekt: dass gute Datenpflege bestraft wird, weil jedes zusätzlich erfasste Gerät Geld kostet.
Prüfstein: Preise und TCO stehen öffentlich, jedes Modul ist in jeder Lizenz aktiv. Für Geräte, Configuration Items, IP-Adressen und Endanwender gibt es keine Nachzahlung.
Was ein Produkt nicht kann, steht auf derselben Seite wie das, was es kann. Bekannte Risiken stehen in der Produktsicherheit und nicht im Kleingedruckten. Wir versprechen keine Hotline, die es nicht gibt.
Prüfstein: der Abschnitt „Bekannte Umstände, die zu erheblichen Risiken führen können“ in der Produktsicherheit – vier Absätze, die kein Vertrieb gern schreibt.
Wer Ordivis betreibt, soll dafür kein zweites Team brauchen. Ein Installer richtet die Dienste samt PostgreSQL ein, Aktualisierungen kommen als signiertes Delta mit selbsttätigem Rückbau statt als Wartungswochenende. Kein Kubernetes, kein SQL-Server, kein Linux-Wissen.
Prüfstein: zehn Minuten bis produktiv – nachzulesen im Überblick und in der Dokumentation.
Produktplan, Geschäftsverteilungsplan, Verwaltungsstab, Entlastungsbeweis – die Begriffe stammen aus Ihrem Haus und nicht aus einem Übersetzungswerkzeug. Wo es ein deutsches Wort gibt, steht das deutsche Wort.
Prüfstein: die Handbücher und jede Ansicht im Rundgang.
Der Server aus der Erkennung ist dasselbe Objekt wie das Gerät im Vertrag, das Configuration Item im Änderungsantrag und das Zielobjekt im ISMS. Was andere als getrennte Produkte verkaufen und über Schnittstellen verbinden, teilt sich hier dieselben Stammdaten.
Prüfstein: der vollständige Funktionsumfang – eine zweite Datenbanktechnologie kommt darin nicht vor.
Sicherheitsaktualisierungen stellen wir bis einschließlich 31. Dezember 2032 kostenlos bereit; die Zusage ist verbindlich. Ihre Daten liegen in Ihrer eigenen Datenbank, Auswertungen und Listen lassen sich nach PDF, Excel und CSV ausgeben. Einen Zwangsumzug in eine Cloud wird es nicht geben.
Prüfstein: SLA § 4 Absatz 2 und die Stückliste nach CycloneDX in jedem Installationspaket (Produktsicherheit).
Der Unterschied
Nichts davon ist eine Funktion. Es sind Entscheidungen über das Geschäftsmodell – und genau die merken Sie im dritten Jahr.
Anbieter von IT-Service-Management enden an der Tür der IT-Abteilung. Kommunale Fachverfahrenshäuser bringen kein IT-Service-Management mit. Bei uns kommt beides aus einer Hand: die Konfigurationsdatenbank der IT und das Streckenprotokoll des Winterdienstes. Ein Hersteller, ein Vertrag, ein Meldeweg für Schwachstellen – für Anwendungen, die sonst aus fünf Häusern kämen.
Kommunaler Produktplan, 5.019 Verwaltungsprozesse mit Rechtsgrundlage und die Ableitung des Geschäftsverteilungsplans sind enthalten, nicht konfigurierbar. Anderswo ist das ein Einführungsprojekt mit Tagessätzen.
Abrechnung nach Bearbeitenden, jedes Modul in jeder Lizenz, unbegrenzt Geräte und Endanwender, null Euro Datenbanklizenz. Vier Marktüblichkeiten, die wir nicht mitmachen.
Nicht „On-Premises verfügbar“ mit Cloud-Zwang bei Aktivierung, Aktualisierung oder Telemetrie, sondern durchgehend im eigenen Netz – bis hin zur Umgebung ganz ohne Internetzugang.
Wir veröffentlichen den Reifegrad jedes Moduls, auch dort, wo er bei null steht, und dass Ordivis Platform bis zum 1. Januar 2027 nicht allgemein verfügbar ist. Für eine Vergabestelle ist das die einzige Angabe, auf die sie sich berufen kann.
Die Angaben nach Anhang II der EU-Cyberresilienz-Verordnung, die Software-Stückliste, der benannte Meldeweg und der Unterstützungszeitraum bis 2032 stehen heute bereit. Verbindlich werden sie erst am 11. Dezember 2027.
Qualitätsanspruch
Qualität ist kein Versprechen, sondern eine Arbeitsweise – und sie kostet an jeder Stelle Bequemlichkeit. Sechs Beispiele, an denen sich das nachprüfen lässt.
Eine Funktion gilt als ausgeliefert, wenn sie im Changelog steht, im Handbuch beschrieben und in der Anwendung erreichbar ist. Nicht, wenn sie sich vorführen lässt.
Reifegrad, Kurzbeschreibung, Menü und Sitemap dieser Website entstehen aus derselben Tabelle. Eine zweite, von Hand gepflegte Fassung gibt es absichtlich nicht – sie liefe auseinander. Im Produkt gilt dasselbe: ein Datensatz, viele Sichten.
Ein grüner Prüflauf ohne Gegenprobe zählt nicht. Jedes Prüfprogramm muss zeigen, dass es einen eingebauten Fehler auch meldet – sonst ist es ein Prüfprogramm, das immer besteht.
Jedes Release-Verzeichnis ist mit ECDSA signiert und wird vor dem Anwenden geprüft. Vor dem Einspielen läuft eine Datenbanksicherung, nach jeder Komponente eine Gesundheitsprüfung. Schlägt sie fehl, wird die Vorversion selbsttätig wiederhergestellt.
Client, Portal und App folgen Material Design 3 – Kontrast ist dort Teil der Farbdefinition und wird bei jedem Bau gegen WCAG 2.1 AA geprüft, in 26 Farbpaaren je Schema. Dazu hoher Kontrast, Schriftgröße von 80 bis 150 Prozent, reduzierte Bewegung, sichtbarer Tastaturfokus und Namen für Screenreader. Eine förmliche Erklärung nach BITV 2.0 liegt nicht vor.
Prüfstein: die Seite Barrierefreiheit – mit den Fällen, in denen die Prüfung gegen uns ausging.
Behobene Schwachstellen veröffentlichen wir mit Beschreibung, Schweregrad und Abhilfe, auf Wunsch mit Nennung des Finders. Der Meldeweg steht auch dann offen, wenn Sie kein Kunde sind.
Bevor Sie sich entscheiden
Grams IT ist ein Einzelunternehmen. Das hat Folgen, die wir lieber selbst benennen, als Sie sie im Betrieb herausfinden zu lassen.
Was ist, wenn es uns nicht mehr gibt?
Drei Teile der Antwort stehen fest. Ihre Daten liegen in Ihrem Haus, in einer gewöhnlichen PostgreSQL-Datenbank auf Ihrem Server – sie bleiben mit Bordmitteln lesbar und sicherbar, auch wenn die Anwendung stillsteht, und Auswertungen lassen sich nach PDF, Excel und CSV ausgeben. Und die Zusage für Sicherheitsaktualisierungen bis Ende 2032 steht im SLA, nicht in einer Absichtserklärung.
Und für den dauerhaften Ausfall des Inhabers besteht eine Nachfolgeregelung: Der Betrieb wird fortgeführt und nicht abgewickelt. Was das für Ihren Vertrag bedeutet, sagen wir Ihnen auf Nachfrage. Eine Hinterlegung des Quelltextes bei einem Treuhänder gehört nicht dazu – wenn Ihr Haus darauf besteht, sprechen Sie uns an, bevor Sie unterschreiben.
Wenn eine Angabe auf dieser Seite Ihrer Erfahrung widerspricht oder eine Zusage fehlt, die Ihr Haus braucht: Schreiben Sie uns. Wir antworten auch dann, wenn die Antwort gegen uns ausfällt.