ISMS · ISO 27001 · BSI IT-Grundschutz

ISMS-Software, die auf Ihrer CMDB aufsetzt – nicht daneben.

Ordivis Security

Die meisten ISMS-Werkzeuge verlangen ein eigenes Bestandsverzeichnis. Dann pflegen Sie zwei Wahrheiten, und eine davon ist immer veraltet. Ordivis Platform führt Schutzbedarf, Grundschutz-Check und Risikoanalyse direkt an den Configuration Items – für BSI IT-Grundschutz und ISO/IEC 27001:2022 im selben Modul.

2 Frameworks, ein Modul 72 Gefährdungen im Katalog BSI 200-3 Risikoanalyse
# Vom Zielobjekt zur Maßnahme
CI: app-srv-04  (CI-Klasse: Windows-Server)
 └─ Vorschlag  SYS.1.2.3 Windows Server
     ├─ Anforderung  Soll / Ist / Entfällt
     ├─ Risiko  Häufigkeit × Schaden → 1–25
     └─ Maßnahme  Frist · Verantwortlich · Status

Quelle:  CMDB (read-only)
Abschluss: revisionssicher, PDF-Bericht
Grundlagen

Was ist ein ISMS?

Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist das dokumentierte Regelwerk aus Verfahren, Zuständigkeiten und Maßnahmen, mit dem eine Organisation Informationssicherheit systematisch steuert – vom Schutzbedarf über die Risikobewertung bis zur Wirksamkeitskontrolle.

Wichtig für die Erwartungshaltung: Ein ISMS ist kein Produkt, das man kauft, sondern ein Managementsystem, das man betreibt. Software kann es unterstützen – indem sie Kataloge vorhält, den Bearbeitungsstand verfolgt, Fristen überwacht und Nachweise erzeugt. Die Entscheidungen darüber, welches Risiko akzeptabel ist, nimmt Ihnen kein Werkzeug ab.

Was Software dagegen sehr wohl leisten muss: verhindern, dass der Aufwand in der Dokumentenverwaltung versickert. Ein ISMS, das aus 40 Word-Dateien und drei Excel-Tabellen besteht, ist beim ersten Audit belastbar und ein Jahr später überholt.

ISO 27001 oder BSI IT-Grundschutz?

ISO/IEC 27001 beschreibt, was ein ISMS leisten muss, und lässt weitgehend offen, wie. Der BSI IT-Grundschutz liefert stattdessen konkrete Bausteine mit ausformulierten Anforderungen je Zielobjekttyp und ist damit deutlich präskriptiver – man arbeitet eine Struktur ab, statt sie zu erfinden.

In der Praxis entscheidet meist das Umfeld: Im öffentlichen Sektor und bei KRITIS-Betreibern ist der Grundschutz verbreitet, international führt an ISO 27001 kein Weg vorbei. Beides schließt sich nicht aus – eine Grundschutz-Zertifizierung schließt ein ISO-27001-Zertifikat ein. Ordivis Platform führt deshalb beide Kataloge im selben Modul, statt Sie auf ein Framework festzulegen.

Wer braucht ein ISMS?

Verpflichtend für KRITIS-Betreiber und für Einrichtungen im Anwendungsbereich von NIS2, faktisch erzwungen bei vielen öffentlichen Ausschreibungen und in Lieferketten großer Industriekunden. Freiwillig sinnvoll, sobald der Ausfall oder Abfluss von Daten das Geschäft ernsthaft trifft – also praktisch überall.

Vorgehen

Der Weg von der CMDB zum Auditbericht

So bildet Ordivis Platform den Grundschutz-Zyklus ab – jeder Schritt setzt auf dem vorigen auf, ohne dass Daten neu erfasst werden müssen.

  1. Katalog laden

    Sicherheitskataloge werden über OSCAL importiert – BSI IT-Grundschutz ebenso wie ISO/IEC 27001:2022 Annex A. Der Katalog-Browser ist editier- und erweiterbar, eigene Anforderungen lassen sich ergänzen.

  2. Strukturanalyse aus der CMDB

    Die Zielobjekte kommen aus der CMDB – read-only, damit das ISMS keine konkurrierende Bestandsführung eröffnet. Kein zweites Inventar, kein Abgleich.

  3. Modellierung

    Bausteine werden Zielobjekten zugewiesen. Anhand der CI-Klasse schlägt Ordivis Platform die passenden Bausteine automatisch vor – das erspart den größten Teil der stumpfen Zuordnungsarbeit.

  4. IT-Grundschutz-Check

    Je Anforderung wird der Soll-Ist-Abgleich geführt, mit dem Umsetzungsstatus Ja / Teilweise / Nein / Entfällt und Begründung. Der Fortschritt ist jederzeit als Quote sichtbar, nicht erst am Ende.

  5. Risikoanalyse nach BSI 200-3

    Aus einem Katalog von 47 BSI-Elementargefährdungen und 25 Enterprise-Bedrohungen werden Risiken abgeleitet und über Häufigkeit × Schaden auf einer Skala von 1 bis 25 bewertet. Nach Wahl der Behandlungsstrategie wird das Restrisiko erneut bewertet – beide Stände erscheinen in einer 5×5-Heatmap.

  6. Maßnahmenplan

    Aus offenen Anforderungen und nicht akzeptierten Risiken entsteht automatisch ein Maßnahmenplan mit Verantwortlichkeit, Frist und Statusverfolgung. Kritische Risiken lösen eine Benachrichtigung an den ISB aus.

  7. Auditabschluss & Bericht

    Der Abschluss ist revisionssicher: Der Stand wird eingefroren und bleibt nachvollziehbar. Als PDF entstehen Management-Summary, Risikoregister, Maßnahmenplan und Schutzbedarfsübersicht – sowie ein Delta-Bericht, der den Fortschritt zwischen zwei Checks zeigt.

Funktionsumfang

Was im ISMS-Modul enthalten ist

Kein Zusatzmodul, kein Aufpreis – das ISMS gehört zum vollen Funktionsumfang jeder Lizenz.

  • Sicherheitskatalog-Import (OSCAL / BSI IT-Grundschutz)
  • Katalog-Browser, editier- und erweiterbar
  • ISO/IEC 27001:2022 Annex A im selben Modul
  • Modellierung: Baustein-Zuweisung an Zielobjekte
  • Automatischer Baustein-Vorschlag anhand der CI-Klasse
  • IT-Grundschutz-Check (Soll-Ist je Anforderung)
  • Umsetzungsstatus Ja / Teilweise / Nein / Entfällt
  • Automatischer Maßnahmenplan mit Statusverfolgung
  • Revisionssicherer Auditabschluss
  • Risikoanalyse nach BSI 200-3 (Häufigkeit × Schaden, 1–25)
  • Behandlungsstrategie, Restrisiko & Risikoakzeptanz durch den ISB
  • Grafische 5×5-Risiko-Heatmap (Brutto- und Restrisiko)
  • Benachrichtigung bei kritischem Risiko
  • Gefährdungskatalog: 47 Elementargefährdungen + 25 Enterprise-Bedrohungen
  • Berichte als PDF: Management-Summary, Risikoregister, Maßnahmenplan, Schutzbedarf
  • ISMS-Dashboard: Schutzbedarf, Check-Fortschritt & Risikolage je Verbund
  • Delta-Bericht zwischen zwei Grundschutz-Checks
  • CI-Tab „Informationssicherheit“ mit Prüfhinweis bei Stilllegung
  • Dedizierte ISB-Rolle (Informationssicherheitsbeauftragter)
  • Feingranulare security.*-Berechtigungen
  • Nachweis zu A.8.13 Informationssicherung: Sicherungspläne, Soll-Ist-Abgleich, protokollierte Prüfperioden und Wiederherstellungstests hängen direkt am Control und am SoA-Eintrag – Datensicherung im Detail
  • Single Sign-On als Beitrag zum IAM-Nachweis: OIDC-Broker ohne Geheimnis im Client, erzwungenes PKCE und nächtlicher Abgleich mit dem Anmeldedienst
Der Unterschied

Warum ein eigenständiges ISMS-Tool teuer wird

Kein zweites Inventar

Separate ISMS-Werkzeuge brauchen eigene Zielobjekte. Die pflegt am Anfang jemand sorgfältig – und nach einem Jahr niemand mehr. Ordivis Platform liest die CMDB, statt sie zu kopieren.

Änderungen fallen auf

Wird ein verknüpftes CI stillgelegt, erhält der ISB einen Prüfhinweis. Das Sicherheitsbild altert damit sichtbar statt still.

Maßnahmen werden Tickets

Offene Maßnahmen laufen im selben System wie der Service Desk. Kein Export nach Excel, keine parallele Nachverfolgung per E-Mail.

BCM greift auf dieselben Daten zu

Business-Continuity-Management, Notfallplanung und Disaster Recovery nutzen dieselben CIs und Schutzbedarfe – die BIA muss die Landschaft nicht neu erheben.

Datenschutz im selben Haus

Das Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO liegt im gleichen System. Technisch-organisatorische Maßnahmen müssen nicht doppelt dokumentiert werden.

Ein Auditpfad

Änderungen an Sicherheitsdaten laufen durch dieselbe Audit-Protokollierung wie alles andere – ein Nachweis statt mehrerer Teilprotokolle.

Häufige Fragen zum ISMS

Kurz und ehrlich beantwortet

Was ist ein ISMS?

Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist das dokumentierte Regelwerk aus Verfahren, Zuständigkeiten und Maßnahmen, mit dem eine Organisation Informationssicherheit systematisch steuert – vom Schutzbedarf über die Risikobewertung bis zur Wirksamkeitskontrolle. Es ist kein Produkt, sondern ein Managementsystem; Software unterstützt es, ersetzt es aber nicht.

Was ist der Unterschied zwischen ISO 27001 und BSI IT-Grundschutz?

ISO/IEC 27001 beschreibt, was ein ISMS leisten muss, und lässt offen, wie. Der BSI IT-Grundschutz liefert konkrete Bausteine mit ausformulierten Anforderungen je Zielobjekttyp und ist damit deutlich präskriptiver. In Deutschland ist der Grundschutz im öffentlichen Sektor und bei KRITIS verbreitet, ISO 27001 international. Beide lassen sich kombinieren – eine Grundschutz-Zertifizierung schließt ein ISO-27001-Zertifikat ein.

Welche Frameworks unterstützt Ordivis Platform?

BSI IT-Grundschutz und ISO/IEC 27001:2022 Annex A werden im selben Modul geführt. Sicherheitskataloge lassen sich über OSCAL importieren, der Katalog-Browser ist editier- und erweiterbar – eigene oder branchenspezifische Kataloge sind damit ebenfalls abbildbar.

Warum sollte das ISMS auf der CMDB aufsetzen?

Weil sonst zwei Bestandsverzeichnisse gepflegt werden müssen und auseinanderlaufen. In Ordivis Platform nutzt das ISMS die CMDB read-only als Schutzobjekt-Basis: Bausteine werden anhand der CI-Klasse automatisch vorgeschlagen, und bei Stilllegung eines verknüpften CIs erhält der ISB einen Prüfhinweis.

Wie funktioniert die Risikoanalyse nach BSI 200-3?

Risiken werden aus einem Katalog mit 47 BSI-Elementargefährdungen und 25 zusätzlichen Enterprise-Bedrohungen abgeleitet und über Häufigkeit × Schadenshöhe auf einer Skala von 1 bis 25 bewertet. Nach Wahl der Behandlungsstrategie wird das Restrisiko erneut bewertet; beide Stände erscheinen in einer grafischen 5×5-Heatmap. Die Risikoakzeptanz erfolgt durch den ISB, kritische Risiken lösen eine Benachrichtigung aus.

Hilft die Software bei NIS2?

Indirekt – und das sagen wir bewusst vorsichtig. NIS2 verlangt Risikomanagement, Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, Meldewege und Nachweisfähigkeit. Genau diese Bausteine liefert Ordivis Platform mit ISMS, BCM und dem revisionssicheren Auditpfad. Ein Werkzeug erfüllt jedoch keine Richtlinie – die Umsetzung bleibt eine organisatorische Aufgabe.

Läuft die ISMS-Software On-Premises?

Ja, und gerade hier ist das relevant: Die Daten enthalten Schutzbedarfe, offene Maßnahmen und bewertete Schwachstellen – eine Landkarte Ihrer Angriffsfläche. Ordivis Platform läuft vollständig im eigenen Rechenzentrum auf PostgreSQL, dank ECDSA-Offline-Aktivierung auch air-gapped ohne Internetverbindung.

Ersetzt das eine Zertifizierung?

Nein. Zertifiziert wird Ihre Organisation durch eine akkreditierte Stelle, nicht Ihre Software. Ordivis Platform liefert die Struktur, die Nachweise und die Berichte, mit denen Sie in ein Audit gehen – die Bewertung nimmt der Auditor vor.

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Die Schutzobjekt-Basis: Configuration Items, Relationen und Impact-Analyse als Grundlage jeder Strukturanalyse.

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Alle ITIL-Module auf derselben Datenbasis – damit Maßnahmen im Betrieb landen und nicht in einer Nebenliste.

BCM-Software

Kontinuitäts-Gaps aus der BIA wandern als Risiken direkt in die ISMS-Risikoanalyse.

Verarbeitungsverzeichnis

Art. 30 DSGVO im selben System – technisch-organisatorische Maßnahmen nicht doppelt dokumentieren.

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